Warner zaubert, und Harry Potter macht Verlust

Was ihr hier seht, ist quasi eine Einnahmen und Ausgabenrechnung für den Film „Harry Potter und der Orden des Phönix“. Was man da rauslesen kann ist, dass der Film 167 Mio Dollar Verlust gemacht hat. Hmm, wie kann das sein? Der Film hat doch weit über eine Milliarde Dollar eingespielt. Ganz einfach: Für einen Großteil der Kosten waren die Herstellung der Kopien, das Marketing und Zinsen verantwortlich. Nun ja, braucht man halt, würden die meisten jetzt sagen, ohne Filmkopien, Werbung und ohne Finanzierung ist so ein Projekt nicht zu machen. Stimmt.

Nur hat sich Warner das alles selbst verrechnet, die Kopien wurden durch eine Tochter von Warner hergestellt, das Marketing übernahm auch die eigene Agentur und das Geld haben sie sich selbst geliehen und dafür Zinsen kassiert.

Man mag sich fragen, warum machen sie das? Nun ja, erstens mal um Steuern zu sparen, und zweitens bekommen Mitarbeiter (Schauspieler, Autoren usw.) Anteile am Reingewinn. Wenn dieser nicht da ist, muss das Studio natürlich auch nichts auszahlen.

Also, denkt dran, wenn wieder mal ein Studio z.B. wegen der hohen Eintrittspreise mit der Keule kommt, daß wir ja die Schauspieler und die kreativen Köpfe unterstützen müssen. Oder wenn gegen die bösen Piraten gewettert wird.

 

Beitragsbild: Alex Eylar